Krankenversicherung für Tiere

Für Viele mag es sich zunächst seltsam anhören, aber es gibt tatsächlich Krankenversicherungen für Tiere. Gerade Menschen, die kein Hautier haben begegnen dem mit Unverständnis, aber jeder Tierhalter weiß sofort, wie sinnvoll eine solche Krankenversicherung sein kann. Tiere können nämlich an genau so vielen Krankheiten leiden wie der Mensch und die Behandlungskosten und möglicherweise notwendigen Operationen können schnell ein kleines Vermögen verschlingen.

Versicherungen für Tiere haben in Deutschland schon Tradition, Viele wissen dies nur nicht. So gibt es Krankenversicherungen für Tiere schon seit über 25 Jahren. Zunächst wurden ausschließlich Pferde, Hunde und Katzen versichert. Aber auch heutzutage werden Kleintiere, wie etwa Hamster, Vögel oder Fische nicht versichert. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Lebenserwartung dieser Tierarten bedeutend geringer ist und sich die Behandlungskosten aufgrund dessen meist auch im Rahmen halten.

Die meisten Versicherungen nehmen nur Tiere bis zu einem bestimmten Alter auf, oft werden sechs Jahre als Grenze genannt. Verständlich, denn die meisten Unkosten entstehen in der Regel im Alter, da ist es wichtig, dass der Tierhalter einige Jahre einbezahlt ehe er Leistungen in Anspruch nimmt. Anders könnten sich die Versicherungen schließlich nicht finanzieren und letztlich ist es den Besitzern auch lieber, wenn sie kontinuierlich einen niedrigeren Betrag zahlen, den sie auch gut in ihre finanzielle Planung integrieren können, als auf einmal eine große oder sehr große Summe leisten zu müssen.

Aber auch bei den Tieren gilt: Versicherung ist nicht gleich Versicherung. Zwar ist die Auswahl an Versicherern nicht so groß wie beim Menschen, aber ein Vergleich lohnt sich auf jeden Fall. Manchmal erhält man aufgrund der Mitgliedschaft in einem Verband oder Verein auch Vergünstigungen bei den Versicherungen. Informationen darüber findet man im Internet und man muss im Einzelfall ausrechnen, ob der Mitgliedsbeitrag die eingesparten Kosten übersteigt oder nicht. Dies hängt natürlich nicht zuletzt davon ab, welche Krankenversicherung man abschließen möchte.

In den meisten Fällen kann man, unabhängig davon, ob es sich um Hund, Katze oder Pferd handelt, zwischen einer Rundum- und einer OP-Kosten-Versicherung wählen. Die Wahl zu treffen ist nicht einfach, denn man kann natürlich nie vorhersehen, welche Behandlungen m Laufe des Tierlebens notwendig werden.

Bei der OP-Kosten Versicherung werden alle Kosten von Operationen übernommen. Ob darin aber auch die Sterilisation bzw. Kastration enthalten ist, muss im Einzelfall geprüft werden. Die Versicherung ist meist für einen relativ niedrigen Beitrag erhältlich, sichert aber den Halter gerade hinsichtlich der größten Kostenfalle, der Operation, ab. Gerade bei Pferden ist dies Versicherung fast schon eine Pflichtversicherung, denn Pferde zählen zu den Großtieren und eine Operation kann nicht in jeder beliebigen Tierarztpraxis durchgeführt werden, was schnell nochmals höhere Kosten bedeutet.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich für den Rundum-Schutz entscheiden. In diesem Fall werden über die Beiträge sämtliche Behandlungen und Operationen finanziert. Beim Versicherungsvergleich sollte man unbedingt darauf achten, welche Leistungen darüber hinaus enthalten sind. Vielfach beinhaltet das Rundum-Paket auch den Auslands- sowie Verkehrsunfallsschutz.

Bei den Tieren gilt Ähnliches wie beim Menschen, denn in beiden Fällen gibt es fast Nichts, was man nicht auch versichern könnte. So kann man bei den meisten Versicherungen weitere Leistungen gegen einen Aufpreis hinzubuchen. Dazu gehört beispielsweise der Vorsorgschutz. Damit sind sämtliche Vorsorge-Behandlungen bis zu einem gewissen Betrag abgedeckt. Darüber hinaus kann ebenfalls häufig eine Haftpflichtversicherung oder auch eine Rechtsschutz ergänzt werden. Beide Versicherungen greifen in dem Fall, in dem Dritte dem Tierhalter gegenüber Ansprüche geltend machen. Sei es aufgrund eines Unfalls oder bei Sach- oder Personenschäden.

Trotz der vielen Überschneidungen zwischen Versicherungen für Menschen und Tiere, gibt es bislang keine Krankenversicherung für Tiere, die eine Beitragsrückzahlung beinhaltet, falls man die Versicherung im Laufe eines Kalenderjahres nicht in Anspruch genommen hat. Aber da die Zahl an tierischen Versicherungsnehmern seit Jahren kontinuierlich zunimmt, kann dies bald Realität werden.

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